Lady Olga O'Bret

Als Kind träumte ich davon, Schriftstellerin zu werden. Doch dieser Traum begann zögernd dem ständigen Drängen der Erwachsenen zu weichen, die mir oft erklärten, wie ich sein sollte. Schließlich versteckte er sich und wartete vorsichtshalber auf bessere Zeiten.
Ich versuchte, meinen Fehler zumindest teilweise zu korrigieren. So begleitete mich der Journalismus ganze 18 Jahre lang. Aber es war nicht dasselbe. Manchmal wurden meine Texte verändert – nicht, um sie besser oder richtiger zu machen, sondern um fremden Interessen zu dienen oder das eine oder andere »aufgescheuchte« Ego zu besänftigen. Mein rebellischer Geist sträubte sich dagegen.
Irgendwann erinnerte ich mich an einen Traum aus meiner Kindheit, der immer wiederkehrte. Nach und nach begann er erneut, sich einen Platz in meinen unruhigen Nächten zu erkämpfen. Ich versprach mir, dass ich diesmal nicht zulassen würde, dass er wieder vertrieben wird. So entstand mein erstes Buch »Wintervorrat aus Erinnerungen«. Und mein ausgeprägter Sinn für Selbstironie ließ schon bald darauf »Veräppel wen anders« entstehen.
Es folgten die Romane »Hallo, mein gestriges Morgen«, »Solange ich lebe«, »Bumerang des Einflusses« und »Leben nach der Liebe«, die zusammen eine Tetralogie bilden. Die ersten beiden sind bereits ins Deutsche übersetzt.
Erst vor Kurzem kam »Liebesviereck« hinzu. Darauf bin ich besonders stolz. Ich nenne es ein kleines Buch, das mit großer Inspiration entstanden ist.

Ich bin auch dem aufrichtigsten Teil der Menschheit treu geblieben – den Kindern. Viele Jahre war ich Lehrerin. Ich weiß, dass die Arbeit mit ihnen tiefe Spuren in meiner Seele hinterlassen hat.
Mit viel Liebe habe ich drei Kinderbücher geschrieben und selbst illustriert: »Die Wunder der kleinen Gasse«, »Wie die Marienkäfer ein Konzert organisierten« und »Der Floh, der Aviator wurde«. Sie sind nur ein kleiner Teil der Geschichten, die ich meinen jungen Lesern noch erzählen möchte. Alle drei Bücher sind bereits ins Deutsche übersetzt.
